Jagdregeln

Beim Jagdreiten müssen bestimmte Regeln eingehalten werden, um Risiken zu vermeiden. Zu den Jagdregeln gehört, dass der Master, der das Feld führt, nicht überholt werden darf, damit die Hunde nicht gefährdet werden und der Master das Feld lenken kann. Es muss Strich geritten werden, das heißt, das Jagdfeld darf nicht gekreuzt werden. Ein Reiter, der quer zum Feld reitet gefährdet sich und andere. Bei einer Verweigerung muss der Sprung sofort freigegeben werden, also zur Seite geritten werden, damit kein Stau entsteht und die nächsten Pferde springen können. Ein Pferd, das zum Ausschlagen neigt, muss mit einer roten Schleife im Schweif gekennzeichnet werden.

Stelldichein

Man trifft sich etwa eine halbe Stunde vor Abritt beim "Stelldichein". Alle Teilnehmer tragen sich ins Jagdbuch ein und entrichten das "Cap-Geld". Nach einem Sherry oder so macht man rechtzeitig das Pferd fertig und reitet im Schritt ab.

Ablauf

Die Meute und die Reiter sammeln sich und nach ein paar Begrüßungsworten geht es los. Die Jagd ist unterteilt in mehrere "Schleppen" oder "Lines". Die Strecke ist vorbereitet und mit festen Hindernissen versehen. Es wird meist in zwei Feldern geritten. Im ersten Feld werden die Sprünge überwunden, im zweiten Feld nicht.

Die Zuschauer werden auf einer Jagd meistens auf Treckeranhängern zu den Aussichtspunkten gefahren. Bitte beim Stelldichein erfragen.

Am Ende der Jagd ziehen die Reiter den rechten Handschuh aus und rufen sich "Horrido" zu. Am Sammelplatz wartet man das Signal zum Absitzen vom Hundemaster ab. Die Hunde erhalten ihr "Curée" (meist Pansen), und die Reiter holen sich bei der Jagdherrschaft ihren Eichnbruch ab.

Nach dem Versorgen der Pferde folgt das "Schüsseltreiben", ein geselliges Beisammensein mit Speiß und Trank.